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Steuertipp: Außergewöhnliche Belastung - Erst am Ende des Jahres wird aus Unterhalt Vermögen

Unterhaltszahlungen, die Eltern ihrem studierenden Sohn leisten, können dann als außergewöhnliche Belastung vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden, wenn das Vermögen des Sohnes 15.500 Euro nicht übersteigt. Dabei handelt es sich um so genanntes Schonvermögen. Haben die Eltern Ende Dezember eines Jahres 500 Euro Unterhaltsvorschuss für das folgende Jahr gezahlt, so dürfen sie die Unterhaltszahlungen, die sie im neuen Jahr leisten, auch dann als außergewöhnliche Belastung absetzen, wenn das Konto des Sohnes zu Beginn des Jahres ein Guthaben in Höhe von 15.950 Euro aufgewiesen hatte. Denn angesparte und noch nicht verbrauchte Unterhaltsleistungen werden grundsätzlich erst nach Ablauf des Kalenderjahres ihres Zuflusses zu - gegebenenfalls abzugsschädlichem - Vermögen. (BFH, VI R 21/21) - vom 29.02.2024

Rechtstipp: Arbeitsrecht - Minderleistung kann zur fristlosen Kündigung führen

Ruft eine Arbeitnehmerin nur ein »unterdurchschnittliches Arbeitspensum« ab, so kann das zur Kündigung des Arbeitsvertrages führen. Denn dadurch könnten die Arbeitskollegen unzufrieden werden und dem Unternehmen auf Dauer wirtschaftlich geschadet werden. Stellt sich bei einer Servicemitarbeiterin als Telefonistin heraus, dass sie in einem bestimmten Zeitraum von drei Monaten nur »in besonders geringem Umfang« Telefonate angenommen hat (hier maximal 35 %, obwohl 60 % der Arbeitszeit dafür veranschlagt worden sind), so kann eine Kündigung folgen. Damit hat die Frau nur in einem Umfang telefoniert, »der auf eine vorsätzliche vertragswidrige Vernachlässigung der Arbeitspflicht schließen ließ und durch bloße Minderleistung nicht erklärt werden konnte«. Darin sei eine »vorsätzliche Vernachlässigung der Arbeitsverpflichtung« zu sehen. (ArG Bremen-Bremerhaven, 2 Ca 2206/23 u. a.)